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Am Abend des Vortages.

Meine Augen sind müde, aber mein Verstand ist wach. Denken, denken, schlafen, schlafen. Nicht eine Sekunde ohne ein Wort in meinem Kopf. Einschlafen = Hölle!
Kaum habe ich die Augen zu will ich sie aufreißen, weil ich zu wach bin. Kaum habe ich die Augen auf will ich sie schließen, weil ich zu müde bin. Wahnsinn schreie ich, doch nützen tut es nichts.
Gedanke um Gedanke bildet sich neu. Phantasie um Phantasie zieht wie Rauch durch meinen Kopf. Nur mit Macht kann ich den Qualm dämmen. Doch kaum ist er gebannt bahnt sich neuer durch fahrlässige Lücken. Nur ein Gutes kann das Ganze haben: das ich den ganzen Scheiß auch noch aufschreibe.
SCHLAF!
MÜDE!
TRÄUMEN!
Doch Schlaf lässt sich nicht zwingen. So sehr man es auch versucht. Er wird nur gemeiner, hartnäckiger. Gedanken kommen – Licht an – schreiben – Licht aus. Gedanken kommen – Licht an – schreiben – Licht aus. Wann, wann hört das auf? Ich will doch nur träumen, schlafen…
Wenigstens habe ich nicht mehr das Gefühl innerlich zu zerplatzen, wenn ich einfach nur da liege. Keine Luft da zum atmen. Innen drin. Und dann fangen die Glieder an zu zucken und zu tanzen, wie die Hexen zur Walpurgisnacht. Ein schreckliches Gefühl, was ich jetzt mehr begrüßen würde als diese verdammte Schlaflosigkeit.

1 Kommentar 8.10.08 15:56, kommentieren